April 30, 2017

Die Ruhe will nicht viel aus sich machen – sie ist halt einfach die Ruhe. Ja, hier steckt sie drin.

April 29, 2017

Manche Analogien sind etwas daneben und doch total passend. Sie sind PRÄZISE DANEBEN: Wenn der Zweck die Mittel heiligt.

(WOMEN ARTISTS AND POSTWAR ABSTRACTION, MoMA NYC)

April 28, 2017

Posen – in Röcken und Hosen.

April 20, 2017

Was sind Gedanken denn anderes als kleine Funken aus Licht in der Dunkelheit unseres Gehirns? Karl Ove Knausgard

Manche Gedanken – grosse Funken – aber holen uns aus unserem Gehirn und bewegen uns in die Welt. Ist das jetzt hier ein solcher? 

Das ist vielmehr das Abbild des Abendlichts, es eröffnet das nachfolgende Dunkel, es leuchtet an seinem Rand. 

April 19, 2017

"Bilder sind schmerzfrei, sogar Bilder von Schmerzen sind schmerzfrei." Karl Ove Knausgard

Die Beule hier im Zaun fängt das frühe Sonnenlicht ein. Das Bild zeigt den Schmerz nicht, unter dem sie entstand, es zeigt die Schönheit der Morgenstimmung. Es verklärt. Das ist es vielleicht, was Knausgard meint. Und wenn es das nicht ist, dann machts auch nichts, das Bild mit der Beule macht doch Eindruck – man bildet sich nach diesen Worten einen Schmerz ein, den man aber nicht empfindet. Man widmet sich der Einbildung, 

Natürlich aber redet Knausgard von der Unterscheidung zwischen dem direkten und dem medial vermittelten (dem abgebildeten)  Erleben. Das Bild hier ist in der Tat ein Abklatsch, verglichen mit dem morgendlichen Spaziergang, den es irgendwie und zweidimensional bezeugen soll. Das Bild ist nicht nur schmerzfrei, es ist auch geruchsfrei ..., es ist ein schwacher Ersatz. Und doch widmet es sich der Imagination. Bilder vermögen das....

April 19, 2017

sonnenschirm, rundes tischchen, liegestühle, bretterboden, helles licht - und da draussen viel weite.

baden an der playa? nein, trugschluss, hier ist nicht das bikini der passende stoff, es ist der skidress. Hier wirbelt keine gischt, es liegt schnee in der sonne.

es sind immer die details, die der stimmung den boden geben, die eine temperatur suggerieren und geschichte erzählen: schau genauer hin. schauen wir, so sehen wirs. 

April 17, 2017

Manchmal reden die Dinge zu mir. Ich rede dann zurück, die Dinge reden also mit mir.

Die Dinge sind dann übervoll, sie überfliessen. Anders als leere Gläser.

Und doch ist ein leeres Glas ein Sinnbild dafür.

Ein tiefer Blick ins Glas durchschaut es.

Ein Glas spiegelt die Welt, und es lässt sie durch.

Das Schreiben über ein leeres Glas gleicht diesseitig dem Schreiben über Nichts (auch schon alles andere als nichtig).

Aber jenseitig ist es das Schreiben über Alles.

Ich befasse mich nun mit dem Alles und dem Nichts.

Beide reden sie mit mir.

Sie bedeuten mir alles und nichts.

Und dazwischen ist das Glas, die Schnittstelle. 

Dieser Text ist wohl etwas selbstgefällig; ich lasse ihn stehen, ich lasse ihn durch, er erinnert mich an Zeiten, in denen ich schrieb, ohne einen Inhalt zu haben für die Worte. Es war tautologisch – was mir half, einen Sinn zu finden in halb leeren Worten. 

April 16, 2017

"Der Unterschied zwischen Tag und Nacht markiert eine Grenze, vielleicht die grundlegendste, die wir kennen. "  Karl Ove Knausgard

In diesem Übergang, an der Schwelle zur Nacht, wo die Dämmerung noch hält, aber schon verspricht (und wo sie noch verspricht und schon hält), offenbart das Licht mancherlei Ursprung und keinerlei Ziel. 

April 14, 2017

Die Bewegung am Himmel zeigt es (auf Anhieb, etwas floskelhaft gesagt): Hier ist das Symbolbild für aktuelle Tendenzen über der Welt. Das wird schmerzen, wie der Anhieb: Alles soll kapitulieren, alles soll in eine Richtung. 

April 9, 2017

Peter Sloterdijk: "Man sollte nie etwas für unmöglich halten. Weder grosse Männer noch Strukturen schreiben Geschichte, sondern Zufälle. Und diese sind derzeit so bizarr, zahlreich und dumm wie seit je." 

Es sieht aus, als sei das Bild gerade dazu entstanden, um an genau diesem Standort (im Kunstmuseum Bern) zu hängen: Vallotton am Ort des Lichteinfalles durch den Vorhangschlitz. Der Anschein täuscht, das Zusammentreffen ist ein Zufall.. Und der Zeitpunkt meines Zusammentreffens mit dem Moment ist ebenfalls ein solcher.