February 25, 2019

Geballte Kälte. Am Beckenrand des Brunnens, aus dem eine Fontäne aus Wasser schiesst, gefrieren bei starkem eisigem Gegenwind Wassertropfen zu wachsenden Gebilden. 

Es formt sich der Körper, wird grösser, wird gross, wird tragbar. Und will noch weiter wachsen.

Eins der Gebilde nehme ich, nehms mit und trags rum. Was, wenns aus Wärme wär', statt aus Kälte? 

October 5, 2018

„Alles, was im Weltall existiert, ist die Frucht von Zufall und Notwendigkeit.“  Demokrit 

Mein Auge fand hier in dem kurzen Moment, der mich dazu bewog, an- und ein Bild festzuhalten, die Wäsche an der Leine im Gebirge, in dem sie hängt und trocknet, und las sie als Abfolge von Gipfeln. Als Berg-Kette.

August 20, 2018

Wolke passt beinahezu (!) perfekt auf Engelhörnerzacken. Kommt geflogen, zeigt sich, passt für den kleinen Moment, den ich gerne finde und festhalte (sowas passiert), macht sich umgehend wieder davon.
Mir passts. Zufall? Sags.

Nein, elements at work.

July 27, 2018

Was heisst hier No Colour No Paint? Sieht aus wie hingepinselt, das Wolkwerk, ists aber nicht, kommt nicht vom Pinsel. Und hat keine Farbe, falls Schwarz und Weiss keine sind. Ist jedenfalls nicht bunt. 

No colour. No paint. Und schaut doch aus wie ein Leben.

Und heisst Engelhörner.

May 20, 2018

"... und der See stilles Wehen ist wie singendes Flehen auf dem Platz mit den Bäumen..."

Einfach schön, die Worte. Der Satz von Witold Gombrowicz auf der Seite 221 von etwa 1039 trägt das Wehen an all den schweren und schwierigen Momenten, die am Wegrand aufragen, mit Eleganz (nicht: mit der Allüre von Eleganz) vorüber. Berührt sie, krümmt sie aber nicht. 

Ähnelt den leichten Fussspuren am Ufer, neben leisen, schwäppelnden Wellchen: Die beeinflussen alle den Gang der Welt nicht, sie machen ihren eigenen Hauch und legen eine andere Spur. Ein stilles Wehen eben. Leicht auftreten, dann wieder ab-.

April 2, 2018

Was Kälte kann.

Kälte kann so schön konservieren – auch Erinnerungen: Momente verhaften und nicht gehen lassen. 

Bilder können, was Worte nicht vermögen: schweigen. An der Schwelle zum Frühling (vorgestern fiel noch mal Neuschnee in Unmengen, heute fallen Osterglocken auf, und auch Tore werden heute fallen, hoffentlich auf der richtigen Seite des Rasens) kommt hier noch einmal ein Bild, das die Kälte selber bewahrt. Und auch den böigen Wind, der in eisiger Kälte den Springbrunnen über den Beckenrand hinaus übers Gras verteilte. Ein Bild zur Unzeit also? Zu viele Worte darüber zu verlieren, widerspräche dem Schweigen. Daher sei ins Dilemma – Reden über Schweigen – hier die Antwort: Für das Bild eines schönen Moments passt die Zeit immer. Also: Jein.

(Kleine Nachrede noch: Ich wollte mal  einen ganzen Raum mit Ballons füllen und das undurchdringbare Raumgebilde – da man ja beim Aufbla...

December 27, 2017

"Grenzen schaffen Unterschiede, Unterschiede schaffen Bedeutung."  K.O.K.

Mir bedeutet Schreiben: Unzusammenhängendes, Unpassendes verbinden – Zeilenanfänge, Zeilenenden. Herbstlaub, Schneefall. Gesehenes, Ungesehenes. Schreiben braucht keinen aktuellen Anlass, der Anlass kann aus einer anderen Zeit fallen. Aber Schreiben bläst Staub weg, Patina, und kann dem Alter eine neue Frische geben. Hebt es Laub wieder an den Baum zurück? Muss nicht sein, rascheln tuts unter den Füssen. "Menschen gehen deshalb zugrunde, weil sie nicht imstande sind, den Anfang mit dem Ende zu verknüpfen." Alkmaion

Letzte Tage im Herbst. Aus dem Vorjahr.

July 3, 2017

"Und vor allem haben wir wirklich und wahrhaftig nicht die Fäden in der Hand".  Philip Guston

Es ist der Wind, der hier an den Fäden arbeitet. 

(Hat denn Branding was mit dem Anbranden zu schaffen?)

Das ist jetzt vielleicht ein verschenkter Blog, denn da liesse sich noch vieles erläutern, aber in der Kürze liegt doch der Moment. (Und erst, wenn alles stehen bleibt, wird das Ganze sichtbar. Film ab!)

October 26, 2016

Hommage an den Wind: immer unterwegs.

Mal kommt er. Nie bleibt er. Gehen tut er: der Wind ... und ist spürbar immer bewegt. 

October 3, 2016

 ... bewegt mal so, dann so. Und nimmt Gewicht mit, trocknet ab.