December 6, 2019

... rundet, Welt mundet.

November 25, 2019

Ein Bild untersuchen: Zwischen zwei entfernten Phänomenen eine Verbindung spüren – und ihr Ausdruck verschaffen. Sonst fällt der Suchende in die Kerbe dazwischen. Er findet auch auf diesem Bild ein Thema: Zwei, die sich verbinden. Kugellampen, Beine, Männer, Ornament-Kreuz-Balken, Richtungen: immer 2.

November 24, 2019

Wie gross darf Unschärfe werden, bis Bekanntes unerkennbar wird? Wie unscharf darf Unverkennbares sein? Das hier: ein befreundetes Gesicht, unscharf. Er liest diesen Blog – "Poesie der Momente – zur Erforschung der Sichtbarkeit" – im Abo und begegnet sich hier somit selber. Ein bewegter Mann, ein bewegender. Ich frage ihn hier, ob er sich erkennt. Kennst Du Dich seitlich? Kennst Dich unscharf bewegt, als unscharfer Wisch?

October 12, 2019

Kamakura Beach – meine Sternstunde.

Und ist doch "nur" ein kleines bisschen Strand zwischen Ebbe und Flut. 

Ich lasse mal den Hund ins Bild, um die Dimensionen zu zeigen. Und noch einen. Ists entzaubert so, oder wirds gar noch zauberhafter?

September 26, 2019

Vorspiegelung – Werbung und Wirklichkeit am Berliner Flughafen. Sans souci.

September 18, 2019

Es gab in den Bergen den Morgen, an dem die Sonne hinter dem Bergrücken aufkam und in das Glas der Cristallina-Hütte brach – morning has broken. Der Augenblick, in dem die schöne Natur sich im Menschlichen spiegelt. Im gesplitterten Glas fangen sich die frühen Lichtstrahlen, und es zeigt sich die Power des Moments. Cristal-Moment, strahlend.

August 16, 2019

Draussen sank die Kugel in ein Kissen aus Dunst. Ich hatte nur abzuwarten, bis sie das anschwellende Wasserspiel traf und darauf gar zu balancieren schien. Dann tippen, abdrücken: auslösen und anhalten, beides. 

Dass ein Wassertropfen auch noch grad genau die Scheibe in der Mitte trifft, und dass die Szenerie gespiegelt scheint, ohne es zu sein: Volltreffer, topp.

Soweit die Legende zum Bild.

(Aufs Land der aufgehenden Sonne sinken; vor dem National Art Museum in Kyoto)

March 7, 2019

"Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,..."    Hermann Hesse

Und ist der Anfang weg, schauen uns Alltag und Gegenwart ins Auge – von Angesicht zu Angesicht.

Hier hingegen musste der Zauber erst wachsen: War anfangs ein schlichtes beschichtetes Brett auf einem Podest im Kirchturm, gedacht als Tritt für Leute, um ans etwas zu hoch gebaute Fenster zu reichen und den Blick in die Ferne gehen lassen zu können. Für bessere Aussicht (nicht: Aussichten). Da reiben und bilden sich Fusstritte ab, sie gleichen Köpfen. Kopffüsslern. Der Zauber wohnt der Dauer inne. 

Es ist ein besonderes Geschenk, beim Höhersteigen und Weitersehen an Bildern zu schaffen. Die Spuren, die man als Einzelner legt, scheinen unbedeutend – und sind es doch nicht. 

So steigen wir auf den Tritt, neugierig, in die Ferne zu schauen. 

"Wir werden ja sehen, was wir sehen."   W.C. Röntgen

Und gestalten dabei unsere Welt. 

October 29, 2018

AIRLINE und das Pferd. Sehen wir hier einen Pegasus oder sind das bloss Worte, die uns was weis machen wollen? Wenn nicht das Ganze (das ganze Pferd) sichtbar wird, erhalten wir die Antwort nicht schlüssig. Wir reiten auf Vorstellungen, die uns Worte verschaffen. (Worte verschaffen Vorstellungen, und Vorstellungen verschaffen Worte). 

Das vielleicht ist auch immer der Grund für meine Notizen (die ich "Blog" nenne, weil das ein so wunderbar kurzes Wort für Geschriebenes ist, das klingt wie "Block", aber kein Papier braucht): Gedanken mit Worten abholen, festigen und festlegen. Worte, die ich abhole, holen auch mich ab. Sie lassen mich abheben.

Ich habe doch gewusst, beim Anblick des Pferdes, dass da was in der Luft liegt... Nun habe ich euch, Gedanken...

Also doch: Airline.

October 11, 2018

Da ist kein Rücken. Keine Schulter. Keine Haut.


„Dabei ist bekannt, wie hoffnungslos jeder Versuch ausfallen muss, mit Gewalt an etwas Bestimmtes nicht zu denken." Jurek Becker 

Wir sehen hier eine Unschärfe in Hautfarbe. Wenn wir sie "Etwas" nennen – lässt sich daran dann denken, greift das Wort? 

Immerhin Etwas ...