September 29, 2019

Ungemütlichkeitszone.

May 17, 2019

Der Lichtwurf zieht über mich hin, einem Rückgrat gleich; Sonnenlicht, von einem Garage-Dachfenster an die Atelier-Decke reflektiert, durch Jalousien rhythmisch gegliedert. Die Aussenwelt in der Innenwelt. Inspirierender Moment, der wohl mein altes Atelier immer wieder mal durchlief, das ich aber einmal nur sah. Ein einziges Mal.

Ich fing es ein, es fing mich ein.

April 28, 2019

Sechs Handschuhe, bereit gelegt zum Hängen einer Ausstellung von (Alex Barrys) Tuschebildern. Sie sind voll bei der Sache. Sie verkörpern die Inspiration. Als wollten sie was nachahmen. Die Bilder etwa.

"Man tut, was man kann, hiess es früher. Heute glauben alle, sie müssten tun, was sie nicht können."  Peter Sloterdijk     

Nachahmen etwa. 

March 17, 2019

Am Hähnchen-Grill. Werbung und Wirklichkeit: Das Leben eben. Bilder aus zwei Welten.

ERGEBENHEIT

grosse kräfte wirken leise

gleichen wolken auf der reise

kleine kräfte tönen laut

weil sonst keiner auf sie schaut

grosse ströme fliessen breit

sammeln viel und haben zeit

kleine bäche springen munter

in den strömen gehn sie unter

grosse stille ist das zeichen

für die einfachen und reichen

für ein streben ohne macht

sie sind da, es wird vollbracht

grosser glanz ist niemals hell

blendet nicht, vergeht nicht schnell

grosser glanz ist überall

steht uns zu von fall zu fall

grosse stille grosse kräfte

immerzu pulsieren säfte glanz

der ströme draussen drinnen

endlos ist ein neubeginnen                         

eugen gomringer 

March 12, 2019

Das Alte, das stark ist, verdirbt nicht. J. R. R. Tolkien

Schön wärs. 


Holz in allen Stadien: als junger Spross, kräftiger Stamm, Hackklotz.

Als Axtgriff, Sägemehl, Scheiterhaufen, Zaunpfahl, Holzstapel.

Irgendwie kannibalistisch. Total verdorben. 

Worte sind eben Schall und Rauch(J.W. Goethe), auch die von Tolkien.

Und Stärke ist es sichtbar auch (auch wenn Russ in der Aufzählung fehlt).

March 2, 2019

Inszenierung und Regie: der Moment und das Auge.

October 13, 2018

Das Tuch scheint im Schatten die Berge zu spiegeln. Woher mein plötzliches Auge für Textiles? Stoff hat was Leichtes, Tuch kann flattern, steht der Bergschwere entgegen. Und nimmt Tuchfühlung auf mit Körpern, die es umhüllen, es berührt sie. 

Und Tuch vermag Körper auch in Szene zu setzen – selbst als Bettwäsche auf der Schnur ...

October 5, 2018

„Alles, was im Weltall existiert, ist die Frucht von Zufall und Notwendigkeit.“  Demokrit 

Mein Auge fand hier in dem kurzen Moment, der mich dazu bewog, an- und ein Bild festzuhalten, die Wäsche an der Leine im Gebirge, in dem sie hängt und trocknet, und las sie als Abfolge von Gipfeln. Als Berg-Kette.

August 22, 2018

Sie schläft neben ihrer Auslage. Schläft den Traum. Könnte gemütlicher sein, klar, aber schläft – ich stelle mir vor, wie sie sich vorstellt, alles sei anders, komfortabler. Besser. Nicht aber dieses Bild, da kommt alles drin vor, was ein Traum braucht, um einer zu sein.