Zeiten überblicken, Zeiten durchschauen


Klar und doch erstaunlich, wie ein so trockenes Terrain so deutlich von Wasserläufen dominiert ist. Es bieten sich hier Blicke durch Zeiten hindurch. Gestaltung und Gestalt ohne Handschrift halt - wundervoll, wie das Wort es sagt.

Die Zeit hört zu arbeiten nicht auf, und so müsste es für die Malerei laufen; sie verträgt keine Pause; eine Pause wäre ein Lack auf dem Bild, und alles Gemachte würde unerreichbar - bleibt zwar hier und sichtbar, kann aber nicht mehr atmen, kann einen nicht mehr anhauchen. Das Bild braucht dann einen Neustart. Schon Gemachtes bleibt zwar wirksam, hat aber keine Sprache mehr, die verständlich ist.

Das Bild und die trockene, von Wasser gemalte und gezeichnete Welt gehören zusammen, beide verschmelzen sie die Zeiten – und sie heben sie auf.

Und übrigens: Klar, zurück drehen lässt sie sich auch nicht, die Zeit; Schräubchen hat sie ja keine, die hat nur die Uhr, ihr Messwerkzeug.

Die Zeit lässt nicht Vergangenheit hinter sich, da irren sich fast alle, sondern Gegenwart. Wie könnte nämlich Sichtbares nicht gegenwärtig sein?

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