Grow, Flow, Go

Wo noch neulich die "Striche" überlaufene "Abfälle" in Bronze waren, sind sie nun eigens gezeichnete Giessformen, aus der Kunstgiesserei St. Gallen. In Koffer und Kofferraum ins Langenthaler Kunsthaus gebracht und dort dann improvisatorisch auf 4 Wände gezeichnet. Die verspielte Arbeit heisst „GROW, FLOW, GO“ und ist Zeichnung, Malerei, Skulptur UND Installation. Die Wandzeichnung hat ein anderes Gesicht gekriegt; da sind keine Köpfe mehr drin. Die Installation muss nicht selber schauen wollen; sie wartet auf die Blicke. Bis 14. Januar 2018, dann geht sie wieder.

Rascheln

"Grenzen schaffen Unterschiede, Unterschiede schaffen Bedeutung." K.O.K. Mir bedeutet Schreiben: Unzusammenhängendes, Unpassendes verbinden – Zeilenanfänge, Zeilenenden. Herbstlaub, Schneefall. Gesehenes, Ungesehenes. Schreiben braucht keinen aktuellen Anlass, der Anlass kann aus einer anderen Zeit fallen. Aber Schreiben bläst Staub weg, Patina, und kann dem Alter eine neue Frische geben. Hebt es Laub wieder an den Baum zurück? Muss nicht sein, rascheln tuts unter den Füssen. "Menschen gehen deshalb zugrunde, weil sie nicht imstande sind, den Anfang mit dem Ende zu verknüpfen." Alkmaion Letzte Tage im Herbst. Aus dem Vorjahr.

Watte, Augenblicke, Welt

Peripetie – der Augenblick, der niemals wiederkehrt: Als Peripetie (von altgr.: περιπέτεια: „plötzlicher Umschlag, unerwartetes Unglück/Glück“; im Drama der entscheidende Wendepunkt im Schicksal eines Menschen... Der Umschwung sollte sich möglichst aus der Handlung selbst ergeben, nicht übernatürlichen Ursprungs sein und auch nicht von außen kommen... Das Vorkommen einer Peripetie ist ein Merkmal der besten, wirkungsvollsten Form der Tragödie... Besonders starke Wirkung entfaltet die Peripetie, wenn sie mit einer Anagnorisis, dem plötzlichen Erkennen einer Person oder eines Sachverhalts, kombiniert wird." Wikipedia "Er kann aus seinem Inneren schöpfen, ohne den Umweg über den Kopf zu nehmen,

EARNING BY DOING

Im Kunstmuseum Thun heisst meine Arbeit „All about balls, bullets and pain(t).“ Hier habe ich auf über 60 Quadratmetern mit schwarzer Mineralfarbe eine lange Wand sehr improvisatorisch mit Pinseln bearbeitet – ein riskanter Kraftakt, (ohne jede inhaltliche Vorgabe), hatte ich doch bisher Bilder gemalt, die höchstens einen Zehntel solcher Fläche belegen.. Die Ausstellung mit dem Titel „Oh Tannenbaum“ erhält damit eine Komponente, die das Bedrohliche an dem lieblichen Weihnachtsthema findet. Nun, wos geschafft ist, schmerzt mich, ein wenig, mein Ellenbogen und ich staune, stolz darauf, mich so sportlich am Bild unterwegs zu sehen. Die Inszenierung führte mich an einen ganz neuen Ort, von dem

alles ganz normal?

"Das Was bedenke, doch mehr bedenke Wie." J.W. von Goethe Ein Abweichler macht nach der Landung sichtbar von sich reden. Die Rede lautet: Oder ists ganz normal, und wir habens bloss noch nie so wahrgenommen? Und die Welt wäre dann voller ganz normaler Abweichungen? Und normal wäre nichts, und nichts wäre alles, und alles normal?

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