Licht und Schatten


EIN SATZ SCHNAPPT SICH EIN BILD UND VERFÄNGT SICH DARIN.

Etwas Besseres fiel mir vorerst zum Bild nicht ein – das nun, im Winter, überholt ist, aus der vorvergangenen Jahreszeit, als noch Laub an den Bäumen hing. Ich war eben, im Spätsommer, von meiner Reise zurück und genoss das flach einfallende Morgenlicht. Ich war unterwegs (und wollte es bleiben), das zeigt sich hier deutlich. Ich hielt nur kurz inne, um das Bild zu schiessen, den Schnappschuss in der aufgehenden Sonne.

Bin ich hier Lichtgestalt oder ein Schatten meiner selbst? Womöglich beides. Wer gibt mir die Antwort? Womöglich die Zeit.

Ein Blog kann, wie jedes Wort, mehr Fragen aufwerfen als beantworten. Ich hatte immer Sätze gemocht, die sich selber meinten, tautologische Experimente hatte ich geliebt und gemacht, und ich scheine die Vorliebe noch immer zu verkörpern. Ein Hamster, der sich im Rad dreht, bewegt das Rad und wird vom Rad bewegt. Es müsste niemals zu drehen aufhören. Und doch kommt immer etwas dazwischen, eine Ablenkung, ein Bedürfnis, ein Input. Nur dies noch: Unter den Umständen, die ich jetzt hier entwickelte, hiesse es besser (das wäre dann die tautologische Rede des Satzes selber): ICH SCHNAPPE MIR EIN BILD UND VERFANGE MICH DARIN.

Und jetzt war noch gar nicht von dem unglaublichen Blau in dem Bild die Rede. Das muss man gesehen haben. Aber nun kommt etwas dazwischen.

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