Welt spiegeln


Ich sass an einem Tisch in der Toskana, hinter nem Drink und auch nem Salat. Mit 16 Jahren. Woran ich mich noch weiter erinnere, ist: dass ich mich darum bemühte, in Worten einem Tropfen zu folgen, wie er an der Olivenölflasche rann und die Welt spiegelte und die Flasche.

Das ist Sprache, sie spiegelt eine Welt. Ich scheiterte am Tropfen. Aéthérée, so schien er mir, so wollte ich ihn haben. Ätherisch.

Und doch – oder: daher vielleicht – versuch ichs noch heute: eine Welt zu spiegeln. Sie im (vorüber) Gehen festzuhalten.

Manchmal gehts, dann bleibt sie.

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